Lineup:

Eugen Balanskat (voc),
Lars Rudel (git; voc),
tom schwoll(git,voc),
Henning Menke(bg),
Nicki Gogow(dr)



(C) & (P) 1998 Dröönland Prod

 


DER SCHREI

 
Geht es dir auch nicht gut,
bist du doch nicht allein,
landesweit wächst die Wut,
gegen das Randdasein,
denn ein Millionenheer
lebt ohne Job in Not,
es werden mehr und mehr,
Änderung das Gebot.

Lange Zeit da war´n wir still,
doch nun vernehmt den Schrei.

Wer immer reichlich hat,
trennt sich vom Geld nur schwer,
unsre Verzweiflungstat
kostet euch sehr viel mehr.
Wir geben kein Pardon,
ihr habt es so gewollt,
der Notsituation
keinen Tribut gezollt.

Lange Zeit ...

Leben wir zweigeteilt,
muß das nicht ewig sein,
manche sind reich wie sie,
anderen fehlt das Schwein,
schwindet die Akzeptanz,
das länger einzuseh´n,
wird etwas untergeh´n,
und etwas neu entsteh´n..

Lange Zeit ...



TITANIA

Funkend warnt das Festland rüber:
“Eisalarm - ein Sturm kommt auf !”
Der Kapitän lacht nur darüber:
“So was hält uns doch nicht auf.”
Wähnte sich als Herr der Meere,
sein stolzes Schiff als unsinkbar,
selbst als sie den Eisberg sahen,
glaubte er nicht an Gefahr.

Steuermann das ist nicht zu verzeihen,
viel zu sorglos ist dein Kapitän,
schuldbeladen einer von euch Zweien,
diese Schmach wird niemals mehr vergehen.

Vorsicht! schallt es von der Brücke,
Vorsicht hej, wir prallen auf,
Eisgebirge voller Tücke
türmen sich vor uns zu Hauf.
Frauen, Kinder in die Boote,
jeder rette sich der kann,
überall im Wasser Tote,
Gentlemänner stets voran.

Steuermann das ist nicht...

Blau ist die See,
endlos das Meer,
tief ruht der Ozean,
nie gibt er preis,
was er verschlang,
hält ewig das Pfand,
im finsteren Bann.
Blau ist die See,
endlos das Meer,
tief, tief, tief, tief, tief
ruht Titania.

 

WEHR DICH

Komm aus deiner Deckung hoch,
worauf wartest du denn noch?
Soll es denn noch schlimmer sein?
Ich sage nein.

Fort mit der Bescheidenheit,
hol dir was zu deiner Zeit,
sie verarschen uns doch ganz,
nimm was du kannst.

Wehr dich der Haut,
schweig nicht - sei laut.

Massenarbeitslosigkeit,
Jugendbanden und Gewalt,
jeder lebt in seiner Zeit,
was gibt uns Halt?

Rezession und Aggression,
Fremdenhass und blinde Wut,
all das gab es immer schon,
nie war es gut.

Wehr dich ...

 

JAHRTAUSENDWENDE

Ist denn das wirklich Wirklichkeit,
diese Stagnation?
Schon wieder mal, dass nichts mehr geht,
das kenn ich schon.
Ich hab geglaubt,
Lebenswege führ´n auch zum Ziel am Ende,
des Weg´s beraubt,
vielleicht reicht die Kraft für die nächste Wende.

Noch tobt in meinen Adern wild,
das rote Blut.
Sie ist noch lange nicht gestillt,
meine Lebenswut,
ich hab geglaubt,
einen Wert zu finden noch vor dem Ende,
auf Sand gebaut.
Wohin führt der Weg zur Jahrtausendwende?

Wohin führt der Weg?
Wohin führt der Weg?

Woher wir kommen, wohin wir gehen,
ist so egal,
wer kann das Leben schon verstehen,
es ist meist banal.
Ich hab geglaubt,
einen Wert zu finden noch vor dem Ende,
auf Sand gebaut.
Wohin führt der Weg zur Jahrtausendwende?

Wohin führt der Weg?
Wohin führt der Weg?  

VERTEILUNGSKAMPF

Sorgen und Sorgen alle Tage,
ein ganzes Leben, wo führt das hin?
Mieser und mieser wird die Lage,
haltloser Sturzflug, Hoffnung gering.

An der Börse geh´n die Kurse hoch,
wir fliegen raus, - verdient wird noch.
Lange soll sie das nicht freu´n
und uns´re Not ihr Ende sein.Über den Wolken, dem Himmel dem weiten,
in endlosen Fernen, da leuchtet ein Stern.

Verteilungskampf,
Verteilungskampf,
Verteilungskampf
alle gegen alle.

Wir steh´n im Angesicht der Lage,
Verteilungskämpfe neu zu besteh´n.
Wer wird der Sieger, bange Frage,
wirklich keiner will untergeh´n.

Alle Tage hört man diesen Psalm,
wir soll´n die Gürtel enger schnall´n,
Maßhaltung und Lohnverzicht,
von sich erwarten sie das nicht.

Verteilungskampf - alle gegen alle,
Verteilungskampf - auch du gegen mich,
Verteilungskampf - alle gegen alle,
Verteilungskampf - jeder denkt an sich.

 

WIR WARTEN

Ich trinke schein seit Tagen jeden Abend
und grüble so alleine vor mich hin.
Ein guter Freund kam schwer unter die Räder,
die Frage bleibt, ob ich schuldig bin.

Wir warten wohl häufig viel zu lange,
glauben im Tunnel scheint ein Licht,
wir warten, daß die Sonne aufgeht,
die Nacht im Angesicht.

Versagen - die ungetanen Taten,
Versagen - das ungesagte Wort,
mimosenhafter Stolz und Eitelkeiten,
alles aus - du gingst für immer fort.

Wir warten wohl häufig viel zu lange...

Wir warten, daß die Sonne aufgeht,
doch sie tut es nicht,
wir warten, daß die Sonne aufgeht,
die Nacht im Angesicht.

 

GENUG

Kommt mir nicht mit großen Reden,
denn sie sind mir ganz egal,
ich will einfach - einfach leben,
wenn ich auch weiß, der Wunsch klingt so banal.

Ich nehm das Leben nicht mehr schwer,
ab heute will ich das nicht mehr.

Denke heute nicht an morgen,
geh einfach träumend durch den Tag,
Realität bleibt so verborgen,
weckt mich nicht auf, das wär ein Schicksalsschlag.

Ich nehm das Leben...

Blind geworden, blind geboren,
was gibt es da zu versteh´n?
Ich hab genug von all den Sorgen,
ich hab genug, ich will euch nicht mehr seh´n.

Ich nehm das Leben...

 

NIMM DAS GELD

Hör doch auf, was ist los,
sag was hab ich falsch gemacht,
warum bist du so?
Hör doch auf,
keiner wurde umgebracht,
niemand sah wie ich floh.

Viele Jahre haben wir versäumt,
lange Jahre sorglos zu leben geträumt.

Nimm das Geld,
freu dich an den Millionen,
ich hab es nur für dich getan.
Aus der Not,
die Konsequenz gezogen,
starr mich nicht so ungläubig an.

Laß uns geh´n, komm steh auf,
unser Traum hat sich erfüllt,
was kann schöner sein?
Laß uns geh´n,
reiß den Arsch der Welt weit auf,
du wirst seh´n, es wird schön.

Viele Jahre...

Nimm das Geld,
freu dich an den Millionen,
ich hab es nur für dich getan.
Aus der Not,
die Konsequenz gezogen,
so wird es niemals wieder sein.

Viele Jahre...




RACHE

Im Dunkel lichtwärts blickgewandt,
erwartend, Stahl umschließt die Hand,
zu sühnen Missgeschickes Grund,
aus Leiden erwuchs Vergeltungsstund.

Versteinert aus Erinnerung,
im Herzen blieb ein Wunsch nur jung,
zu sühnen Missgeschickes Grund,
erfahrend Schmerzes Linderung.

Gemordet zartes junges Glück
und niemals dreht sich Zeit zurück,
am Ende ergibt es einen Sinn,
zu spüren Lust auf Neubeginn.



EUROPA KOMMT

Ich häng rum, die Nacht ist so schwarz,
bin wie fast immer allein,
denk zurück, so wie es war,
wird es wohl nie wieder sein.

Vergeht die Zeit, ich werd mit ihr alt,
hab ich auch gar nichts erreicht,
denk zurück, so wie es war,
war es ja auch niemals leicht.

Den Blick nach vorn in die Zukunft geschaut,
weit und breit nichts zu seh´n,
alle Wege scheinen verbaut,
soll ich denn untergeh´n?

Europa kommt, ich will nicht mehr mit,
bliebe lieber allein,
der letzte Arsch auf dieser Wohlstandsburg,
nein, der will ich nicht sein.

Hör die Parolen von Freiheit und Recht,
und sollte dankbar wohl sein, nein,
mich plagt kein Hunger und auch kein Durst,
trotzdem krieche ich nicht auf den Leim.

Verbannt die Armen doch nach Afrika
und alle Kranken dazu,
fresst euer Geld wenn die Natur im Arsch,
“Affe tot, Klappe zu.”

Europa kommt...

Und ich hör jeden Tag diesen Nachrichtenbrei:
“Sind die Zeiten auch hart es wird gut.
Jede Krise geht irgendwann einmal vorbei.”,
das Gelaber versetzt mich in Wut.

Europa kommt...



GLAUB AN DICH

Naht der Tag,
dann erwachst du wieder einmal sorgenschwer,
komm steh auf,
Traurigkeit allein bringt keine Lösung her.

Du musst es wagen,
die Krise durchzusteh´n,
an schweren Tagen,
glaub an dich selbst
und dann kann es gescheh´n,
mach dich nicht klein,
dann wird Kleinmut vergeh´n.

Ganz egal,
bist du wieder einmal völlig durchgedreht,
pfeif darauf,
wenn dir wieder einmal was daneben geht.

Lern es ertragen,
so wird´s nicht immer sein,
an schweren Tagen,
glaub an dich selbst,
und dann kann es gescheh´n,
mach dich nicht klein,
dann wird Kleinmut vergeh´n.
Stell dich dem Kampf,
und du wirst ihn besteh´n.
Tu was du willst,
und dann wird es auch geh´n.


 

FETTES FLEISCH

Nimmst du dir das Leben,
weil schon gar nichts mehr geht,
oder unternimmst du was,
dass sich endlich was bewegt,
dass die Kaste der Politiker
die Hinterbacken hebt.

Mit Schwielen am Gehirn
und der Hand am Sack,
langweilt sich die Meute
jeden neuen Tag,
viele liegen in der Gosse,
doch für diese rühr´n sie keine Flosse.

Sie haben fettes Fleisch,
sie schmarotzen,
faules Fleisch, auf uns´re Kosten.

Niemand ist korrupt
aber alle nehmen Geld,
von der Mafia der Wirtschaft,
weil man eng zusammenhält,
ihr Tag hat viele Stunden
aber Arbeit nicht zu lang,
mit den Luxusnutten saufen sie 
von Sonnenauf- bis Untergang. 

Sie haben fettes Fleisch...

Mediengeil sind alle 
und präsent in jedem Falle,
aber Phrasen, die sie dreschen
sind fast immer zum Erbrechen,
jeden Tag Appelle,
sie soll sparen die Nation,
und im selben Atemzug
erhöhen sie sich die Diäten schon.

Sie haben fettes Fleisch...


 

ES WIRD IM LEBEN

Nimmst du dir das Leben,
weil schon gar nichts mehr geht,
oder unternimmst du was,
dass sich endlich was bewegt,
dass die Kaste der Politiker
die Hinterbacken hebt.

Mit Schwielen am Gehirn
und der Hand am Sack,
langweilt sich die Meute
jeden neuen Tag,
viele liegen in der Gosse,
doch für diese rühr´n sie keine Flosse.

Sie haben fettes Fleisch,
sie schmarotzen,
faules Fleisch, auf uns´re Kosten.

Niemand ist korrupt
aber alle nehmen Geld,
von der Mafia der Wirtschaft,
weil man eng zusammenhält,
ihr Tag hat viele Stunden
aber Arbeit nicht zu lang,
mit den Luxusnutten saufen sie 
von Sonnenauf- bis Untergang. 

Sie haben fettes Fleisch...

Mediengeil sind alle 
und präsent in jedem Falle,
aber Phrasen, die sie dreschen
sind fast immer zum Erbrechen,
jeden Tag Appelle,
sie soll sparen die Nation,
und im selben Atemzug
erhöhen sie sich die Diäten schon.

Sie haben fettes Fleisch...