Lineup:

Eugen Balanskat (voc)
Lars Rudel (git, voc)
Tom Schwoll (git, voc) 
Wieland Wehr (bass)
Christopher Zabel (drums)



(C) & (P) Destiny Records (Broken Silence)

 
 

WANN ODER WIE

Viele lange Jahre
permanent auf Tour,
Action, Sex and Rock and Roll,
rund um die Uhr.
Was wir auch erleben,
teilen wir mit dir,
Action, Sex and Rock and Roll
und jede Menge Bier.

An der Schweizer Grenze
nahm man uns mal zur Brust,
bewaffnete Kontrolle,
Totalkontrollverlust.
Alle nett und höflich,
Drogenrazzia,
“Willkommen in der schönen Schweiz”,
man sah uns in den A… .

Wann, wo oder wie
gewann ich deine Sympathie,
wann, wo oder wie
deine Sympathie ?

Ihr wart an unsrer Seite,
bei jedem Hoch und Tief,
meistens lief es gut für uns,
manchmal auch ganz schief.
Ich sehe in die Weite
und rufe in den Saal,
so treue Fans wie ihr hier seid,
die gibt es nicht noch mal.

Wanderer der Welten,
nennt mich meine Frau,
zweierlei Systeme
kennen wir genau,
Osten oder Westen,
das ist doch ganz egal,
heute woll´n wir feiern
ich frage noch einmal.

Wann, wo oder wie…

 
 
 

CHANEL

Nur weil du dich mit Chanel bespritzt,
bist du noch lange nicht “dufte”.
Nur weil dein Anzug wirklich tadellos sitzt,
bist du noch kein Gigolo,
und nur weil dein Geld auch ein paar Anderen nützt,
fällst du nicht aus der Reihe der Schufte.
Nur weil dein IQ wirklich großartig ist,
hast du noch lange kein Niveau.

Immer besser als die Meisten,
aber auch nicht wirklich “gut”,
kann man es sich leisten,
was ein Arschloch alles tut,
besser als die Meisten,
als Gefühlsrealität,
kann man sich erdreisten,
was die Menge gar nicht versteht.

Nur weil du einen teuren Sportwagen fährst,
bist du noch kein Rennfahrermeister.
Nur weil du dein Umfeld ständig belehrst,
lehrst du nicht auf hohem Niveau,
und nur weil dir keiner die Stirn bieten kann,
wirst du von Tag zu Tag dreister.
Dir fällt alles leicht und du strengst dich nicht an,
vielleicht bleibt es nicht immer so.

Immer besser als die Meisten…

 
 
 

ERWARTUNG

Schrie es in die Stürme,
sagte es den Winden,
tragt es in die Ferne,
um die ganze Welt,
alles was ich suchte,
konnte ich nicht finden.
Leuchten noch die Sterne,
wenn man tief und tiefer,
wenn man tief in's Dunkel fällt ?

Und ich wartete vergebens, auf die Erlösung,
auf die Erlösung von der Qual,
die Chancen unsres Lebens, kommen selten,
kommen selten noch einmal.

Überall nur Minen,
mitten im Gelände,
- kalt bewahrte Ruhe,
nur nicht ängstlich sein -,
panische Versuche,
brächten nur das Ende.
Wie nur war es möglich ?
Se´h nun klar und klarer,
se´h nun klar und alles ein.

Und ich wartete vergebens...



AUFSTEH'N

Aus eigener Kraft,
schafft man's nicht allein,
sie haben die Macht,
das wird nicht immer so sein.
Der Weg ist lang
und der Kampf ist hart,
unser Kriegsgesang,
bleibt ihnen nicht erspart.

Es wird vorbeigeh'n,
schneller als gedacht,
eine Kraft wird aufsteh´n,
die ein Ende macht.
Es wird vorbeigeh´n,
schneller als geglaubt,
eine Kraft wird aufsteh´n,
die euch alles raubt.

Im Wandel der Zeit
sind wir alle im Spiel,
sie sind heut obenauf,
doch das heißt nicht viel.
Im Wandel der Zeit
muss sich alles dreh'n,
Ein “ABO” auf Glück,
kann niemals besteh'n.

Es wird vorbeigeh'n…

Schlag doch zurück,
trau dich, wenn du kannst,
in diesem Augenblick
verlierst du deine Angst.
Schlag doch zurück,
du weißt, worum es geht,
das unser Glück
nicht mehr in Frage steht.

Ein anderes Glück,
das ist vorstellbar,
niemals kehrt zurück,
was zuvor nicht war.
Im Wandel der Zeit,
muss sich alles dreh'n,
ein “ABO” auf Glück.
kann niemals besteh´n.

Es wird vorbeigeh'n…



DAS SYSTEM

In den Städten,
nur Proleten,
mit Geld und ohne,
nur ich fixiert,
dicke Karren,
illegale Knarren,
keine Werte,
alle sind frustriert.

Die Apparate,
als Staat im Staate,
die blind agieren,
in ihrem Wahn,
sind wie Maschinen,
die sich selber dienen,
alles vertuschen,
für ihren Clan.

Das System es kollabiert
und es liegt schon auf der Bahre,
wir waren geblendet und vom Glanz verführt
und es lebt schon über 2oo Jahre - das System.

In den Banken
die geistig Kranken,
die nichts erschaffen,
immer nur raffen,
sind die Zerstörer,
sind die Verheerer,
der alten Ordnung
und ihrer Macht.

Es stürzt die Welt
in Katastrophen,
der Geldkreislauf
ist nicht intakt.
Es hört das Geld
nicht auf Philosophen,
nützt nur sich selbst,
ist geistig nackt.

Das System es kollabiert
und es liegt schon auf der Bahre,
wir waren geblendet und vom Glanz verführt
und es lebt schon über 2oo Jahre.
Das System es kollabiert
und wir wollen es nicht vermeiden,
weil es zu Gier und Kriegen führt,
müssen weltweit viele leiden.



TRAUM

Feucht vom Nieselregen,
in Strähnen fiel das Haar,
die schönen hellen Augen,
strahlten wirklich sonderbar,
sie sagte, bleib heut bei mir,
und mein Herz schlug wild und laut,
wir gingen durch den Abend,
ich und meine Regenbraut.

War es nur ein Traum,
oder Wirklichkeit,
war ich nur zu unsensibel,
für ein fremdes Leid ?
War es nur ein Traum,
Selbstmord hieß die Wahl,
war ich nur zu unbedarft,
im Angesicht der Qual ?

Sie sagte sei mein Anker,
sei mein Retter in der Not,
heut will ich mich amüsieren,
morgen bin ich vielleicht tot,
wir scherzten und sie lachte,
nahmen alles ziemlich leicht,
als am Morgen ich erwachte,
bin vor Grauen ich erbleicht.

War es nur ein Traum…

In der Zeitung stand geschrieben,
man fand eine junge Frau,
aus dem Leben ausgeschieden,
warum weiß man nicht genau,
ihr Kind sei grad gestorben,
dann verließ sie noch ihr Mann,
große finanzielle Sorgen,
die man kaum ertragen kann.

War es nur ein Traum…



FREIHEIT, GLEICHHEIT, BRÜDERLICHKEIT

Stell dir mal vor, wir wären alle gleich,
keiner wäre arm, aber auch niemand reich,
niemand wäre dumm, aber alle klug,
von allem und für alle genug.
Milliardäre hätten “ausgespielt”
wer sich bereichern will, würde moralisch gegrillt.
Niemand dürfte Boss eines anderen sein,
was zu tun wär wüsste jeder allein.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,
das sind uns´re Parolen.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,
sollen unser Leitstern sein.

Stell dir mal vor es könnte so gescheh´n,
es begänne ein Krieg, und keiner würde geh´n.
Es ginge nicht um Macht sondern um Menschlichkeit,
zum Töten wäre niemand bereit.
Diktatoren müssten in´s Exil ,
wenn das Volk nicht mehr weiter mit ihnen leben will,
und dort wirken sie dann jämmerlich und klein,
ohne Helfershelfer - völlig allein.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,…

Stell dir mal vor zu wohnen wäre ein Recht,
alle hätte ein “Heim”, keinem ginge es schlecht,
und was soll der ganze Mist mit 1., 2., 3. Welt,
es geht immer nur um gottverdammtes Geld.
Stell dir mal vor, den Hunger gibt es nicht mehr
alle haben genug und kein Magen bleibt leer.
Die Welt ist so einmalig und für alle da,
von China bis Amerika.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,
das sind uns´re Parolen.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,
sollen unser Leitstern sein.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,
fordern wir ganz unverhohlen,
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,
ohne woll´n wir nicht mehr sein.



 

AFRIKA

 
Der Himmel so grau
und alles läuft schief,
zurück aus dem Bau
im öden Alltagsmief,
die alten Probleme
fangen gleich wieder an,
genau alles das,
was man nicht brauchen kann.

Und dann träumen sie von Afrika,
wie es noch vor 100 Jahren war,
in der Wüstensonne glühend heiß,
Herrenmenschen arrogant und weiß.

Rückwärts gewandt
in die Vergangenheit,
schwärmen sie heut
von einer “besseren” Zeit.
Die Völker behandelt,
schlimmer als jedes Vieh,
als grausame Herrscher
in der Kolonie.

Heute träumen sie von Afrika,
wie es noch vor 100 Jahren war,
in der Wüstensonne glühend heiß,
Herrenmenschen arrogant und weiß.
In Deutsch - Südwestafrika,
für Kaiser, Glanz und Gloria,

Dünkel und Wahn,
der Überlegenheit,
es kam wie kam,
schon vor sehr langer Zeit,
das Kaiserreich
ging durch Krieg in die Knie,
verloren die Macht
und die Kolonie.

Heute träumen sie von Afrika,…



NIMM 2

Wenn du mir sagst es war alles vergebens,
denke ich nicht gleich, alles aus und vorbei.
Wenn du mir sagst, das war die Chance unseres Lebens,
denke ich na und, ich will aber zwei.

Wenn du mir sagst ich soll mich entscheiden,
nur weil du mich magst, sonst ist alles vorbei,
Schätzchen was soll´s, ich kann euch beide gut leiden,
du sagst Eine reicht, ich will aber zwei.

Was ist nur mit mir los,
bin ich klein oder groß,
was ist Trug, und was real ?
Wer ist “verrückt“, und wer ist “normal” ,
was ist Trug und was real ?

Wenn du mir sagst, ich wäre zu übertrieben
nur weil du mich magst, bist du noch dabei,
wenn du mir sagst, es wär nicht einfach zu lieben,
was soll uns denn einfach, ich will gleich für zwei.

Wenn du mir sagst, ich sollte beginnen,
ernsthaft zu sein, ich war so lange frei,
weiß ich doch selbst wie schnell die Tage verrinnen,
uns bleibt nur ein Leben, ich will aber zwei.

Was ist nur mit mir los... .


 

VERGEBUNG

Nutten, Schwule, Abenteuerchaoten,
Vorsicht, die ist uns allen geboten,
Liebessucht mit Todesfolge,
Angst, wo man das Glück nur wollte.

Schütze dich an allen Tagen,
der Papst in Rom, darf nichts dazu sagen,
denn es geht um unser Leben,
das muss auch der Himmel vergeben.

Freunde woll´n wir lange bleiben,
mancher Tod lässt sich vermeiden,
Leben, Liebe werden wir bewahren,
durch das Wissen um die Gefahren.

Schütze dich an allen Tagen,…

Gefahrenbewusst heut und für alle Zeiten,
auch der schönste Mensch, kann den Tod dir bereiten,
blenden sollen nicht die lieblichen Hüllen,
lass ihn triumphieren - Überlebenswillen.

Schütze dich an allen Tagen,…



BLIEB DOCH DER GLAUBE

All meine Tage sind freudlos und leer,
wovon ich träumte, geschieht wohl nicht mehr.

War es auch schwierig in jeder Lage,
blieb doch der Glaube an bessere Tage.
War es auch schwierig, zu allen Zeiten,
gab es doch Mut einen Weg zu beschreiten.

All meine Träume, vom Winde verweht,
leer sind die Tage, wird nichts mehr erstrebt.

War es auch schwierig in jeder Lage,
blieb doch der Glaube an bessere Tage.
War es auch schwierig, zu allen Zeiten,
gab es doch Mut einen Weg zu beschreiten.

All meine Tage sind düster und schwer,
meine Vision, interessiert keinen mehr.

War es auch schwierig in jeder Lage,
blieb doch der Glaube an bessere Tage.
War es auch schwierig in jeder Lage,
blieb doch der Glaube… .

 

MEER VON GRÜN

In einem Meer von Grün,
nah am Grunewald.
mitten in Berlin,
eine zarte Gestalt,
wasserfeuchtes Haar,
Tropfen auf der Haut,
schön und fast nicht wahr,
hab ich sie erschaut.

Zarter Vogelgesang
über der Szenerie,
im Sonnenuntergang
ein Himmel schön wie nie.
Auf dem Wege zu ihr,
traf es mich wie ein Schlag,
Bullen im Kampfvisier,
wo sie am Boden lag.

Sie hatte Tränen im Gesicht,
vier Bullen traten auf sie ein,
ein Mädchen schlägt man nicht,
wie primitiv muss man denn sein.

Der Polizeikordon
wogte wild wie des Meer,
sie kannten kein Pardon,
die Schläge trafen uns schwer.
Dann ertönte ein Schrei,
Wasserwerfer vor,
am Boden lagen wir zwei,
als ich den Halt dann verlor.

Sie hatte Tränen im Gesicht ...



NIEMALS MEHR

Nie wieder werde ich vergessen,
was es heißt, ein Mensch zu sein,
über Nacht fielen die Ketten,
das kann mich nicht mehr befrei´n.

Nie wieder werde ich es schaffen,
schwere Zeit zu übersteh´n,
abgenutzt sind meine Waffen,
der Lebenskampf wird weitergeh´n.

Nie wieder, niemals mehr,
Nie wieder, niemals mehr.

Nie wieder werde ich mich sehnen,
gleich wohin auf dieser Welt,
in mir starb die Lust am Schönen,
überall zählt nur das Geld.

Nie wieder werde ich es schaffen,
schwere Zeit zu übersteh´n,
abgenutzt sind meine Waffen,
der Lebenskampf wird weitergeh´n.

Nie wieder, niemals mehr,
Nie wieder, niemals mehr.